Altstadt Glurns

Die Altstadt von Glurns besticht durch ihre vollständig erhaltene Renaissance-Stadtmauer und mittelalterliche Laubengänge.

Altstadt Glurns: Historisches Kleinod im Obervinschgau

Glurns gilt als die kleinste Stadt Südtirols (~900 Einwohner) und gehört zu den kleinsten im gesamten Alpenraum. Die Altstadt beeindruckt vor allem durch ihre vollständig erhaltene Renaissance-Stadtmauer, die mit drei Mittel- und vier Eckrondellen sowie drei historischen Toren das Bild prägt. Charakteristisch sind zudem die engen Gassen und die mittelalterlichen Laubengänge, die das Stadtbild bestimmen und zum Bummeln einladen.

Ursprünglich wurde Glurns im 12. Jh. erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadtgründung erfolgte unter dem Tiroler Landesfürsten Meinhard II., der ihr 1291 das Marktrecht verlieh. Strategisch wurde Glurns angelegt, um die landesfürstliche Herrschaft im Obervinschgau gegen die Fürstbischöfe von Chur zu sichern.

Wichtig zu wissen ist, dass die heute sichtbare Stadtmauer nicht mehr die ursprüngliche mittelalterliche Befestigung ist. Im Jahr 1499 wurde Glurns in der Schlacht an der Calven fast vollständig zerstört. Die gut erhaltene Stadtmauer, die Besucher heute bewundern können, wurde erst nach 1500 auf Befehl von Kaiser Maximilian I. im Stil der Renaissance neu errichtet.

Sehenswertes

  • Vollständig erhaltene Renaissance-Stadtmauer mit 3 Toren: Malser Tor, Schludernser Tor und Tauferer Tor
  • Drei Mittel- und vier Eckrondelle als charakteristische Wehrbauten
  • Mittelalterliche Laubengänge und enge Gassen

Tipp

Genießen Sie den Ausblick von den Rundtürmen. Beachten Sie, dass die Türme und die Wehrmauer zwar begehbar sind, aber oft nur im Rahmen von Führungen oder Ausstellungen, wie im Schludernser Tor, vollständig zugänglich sind. Ein freies Herumlaufen auf allen Türmen ist nicht immer möglich.

Glurns bietet somit einen faszinierenden Einblick in die Geschichte und lädt zu einem Besuch ein, der Geschichte lebendig werden lässt.